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Gemeinschaftsbildender Wir-Prozess



nach den Kommunikationsempfehlungen von Scott Peck

Wir befinden uns in einer Zeit, die von Wandel und Veränderung geprägt ist. Antworten im alten Sinne taugen nicht mehr, vielmehr der Wille und der Mut mit den offenen Fragen zu leben und sich im Sinne Rilkes als Forscher in Neuland zu begeben, welches sich nur durch eine ehrliche und transparente Kommunikation erschließen lässt.

In diesem Sinne dient die Gruppe und der Gruppenkontext als Übungsfeld für eine Art radikale Subjektivität, die authentische Gemeinschaft und Verbundenheit jenseits von Erwartungen und Beurteilung erfahrbar werden lässt. Damit der Prozess sein ganzes Potential entfalten kann, braucht es von jedem von uns eine einzigartige Mischung aus wachsender Bewusstheit, Verantwortung und Hingabe: Wachsende Bewusstheit über das, was aus den Tiefen unseres Unbewussten in uns aufsteigen will, Verantwortung, uns mit dem, was in uns ist, zu zeigen und einzubringen. Die Fähigkeit der Hingabe braucht es, zur Annahme all dessen, was an Gefühlen, abgelehnten Gefühlen und Widerständen in uns und in anderen auftaucht. Dies alles ohne die Einladung oder Aufforderung einer Leitfigur, eines Lehrers, oder Therapeuten.

Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck geht davon aus, dass jeder Teilnehmer die Kompetenz von Führungs-, und Leitungsqualität in sich trägt und somit Teil einer Gruppe ist, die von Scott Peck „group of all leaders“ genannt wird. Lassen wir uns auf dieses Übungsfeld und seine Herausforderungen ein, erwächst uns neben der Zunahme an sozialer Kompetenz im heilsamen Umgang mit menschlichen Themen und Wandlungsprozessen auch das Vertrauen in kollektives Wissen, in emotionale Nähe und Verbundenheit und in die transformatorische Kraft einer ehrlichen und offenen Kommunikation.

Die verschiedenen Phasen, die innerhalb des Prozesses in unterschiedlichen Reihenfolgen auftauchen können, machen die normale gesellschaftliche Kommunikation schnell sichtbar:

In der Pseudoharmonie werden oft Geschichten erzählt, die üblichen angelernten Umgangsformen praktiziert oder „über“ jemanden gesprochen. Durch verschiedene Empfehlungen, z.B. „spreche von Dir – gehe nicht in Reaktion“ wird diese Art der Kommunikation offensichtlich und schnell unangenehm.

Damit beginnt meistens die Chaosphase: Die persönlichen Glaubensbilder können die dahinter verborgenen Emotionen (Wut, Zorn, Angst, Trauer) nicht mehr zurückhalten. Vorwürfe, destruktive Angriffe oder Übersprunghandlungen scheinen jegliche gemeinsame Entwicklung unmöglich zu machen. Hier wird dann die Empfehlung „bleibe bis zum Ende“ wichtig, denn unser Geist ist gewohnt unbekanntes Terrain durch Abbruch zu verlassen.

In Mitten des vollständigen Chaos kann dann in unterschiedlichen Facetten Leere auftauchen: Trostlos und schwer – und vielleicht später wie durchlässig werdend und in ein leichteres „Nichts mehr da, was wichtig wäre“ übergehend.

Wenn an diesem Punkt einzelne Menschen der Gruppe sich in unmittelbaren Impulserleben zeigen können – und seien diese noch so „ver-rückt“- kann sich ein Feld der authentischen Erfahrung für die ganze Gruppe öffnen. Dabei wird ein Geschmack dessen offensichtlich, was es heißt, dass „das Ganze (also die Gruppe) mehr ist, als die Summe ihrer Teile“. Gleichzeitig ist dieser Prozess nicht linear, kann also auch jederzeit anders verlaufen – es gibt keine festen Muster.

In der Regel wird der WIR-Prozess nur beim ersten Treffen oder bei Schwierigkeiten innerhalb bestehenden Gruppen begleitet. Die Aufgabe der Begleitung besteht darin, den geschützten Raum zu halten, gelegentlich Impulse zu geben oder auf Energieveränderungen hinzuweisen. Je nach Ablauf können dabei auch zeitliche Unterbrechungen, Kleingruppen, Körperarbeit oder andere Arbeitsmethoden vorgeschlagen werden. Der Begleiter/in wird gleichzeitig auch Teil des Gruppenprozesses sein – es gibt also nicht nur kein vorgeplantes „Programm“, es gibt auch keine Vorgaben für die Begleiter.


Ihre Referenten

Judith Goldblat

Jg.1959, Mitinitiatorin der Gemeinschaft Tempelhof. Langjährige Erfahrung in Lebensgemeinschaften. Begleitung von "Freies Malen" nach Arno Stern, Forum und Wir-Prozesse.  

Gabriele Kaupp

Gabriele Kaupp Jg.1959, Dipl. Soz.Päd., Gründungsgruppe Schloss Tempelhof, Facilitatorin für Gemeinschaftsbildende Prozesse, Wir-Prozess, Gemeinschaftsintensivprozess Tempelhof, Visionssucheleiterin, Seminare Tiefenökologie, Begleitung von Menschen in Krisen- und Wandlungsprozessen, leidenschaftliche Netzwerkerin

Wolfgang Sechser

Wolfgang Sechser Jg.1961, Arbeit mit Prozess- und Impulsmoderationen, Mitentwicklung des Wir-Prozesses (nach Scott Peck), Meditationslehrer. Mitinitiator der Gemeinschaft Tempelhof.

Anmeldung und Teilnahmegebühren

Ich melde mich an für Gemeinschaftsbildender Wir-Prozess

  • Ab 18 Jahren zwischen 150 Euro und 200 Euro
  • Ab 18 Jahren zwischen 150 Euro und 200 Euro
Übernachtung inkl. Verpflegung Unser Gästehaus ist ein schöner Altbau mit hohen Räumen und großen Fenstern mit Blick auf die Felder oder den Schloss-Innenhof. Zur Auswahl stehen 50 Betten in Einzel-, Doppel- und Mehrbettzimmern in individuell eingerichteten Zimmern. Gemeinschaftsbäder und Toiletten sind auf jeder Etage, in einigen Zimmern sind Waschbecken vorhanden. Drei weitere Zimmer befinden sich im angrenzenden Fachwerkhaus. Bettzeug und Handtücher werden gestellt (außer im Schlafsaal und im Campingbereich).

Haustiere können, aus Rücksicht auf Gäste, die an Allergien leiden, leider nicht mitgebracht werden.

Wir bieten unseren Seminargästen vegetarische, saisonale Gerichte, liebevoll zubereitet von unserem Küchenteam. Die Lebensmittel stammen überwiegend aus unserer eigenen solidarischen Landwirtschaft, mit viel Handarbeit und Boden schonend produziert, hochwertig und garantiert frisch. Darüber hinaus kaufen wir biologisch und möglichst regional, bzw. aus fairem Handel ein. Unser Küchenteam verarbeitet die Lebensmittel zu eigenen Brotaufstrichen und Pestos. Das Brot wird überwiegend selbst gebacken.

Die Vollverpflegung beinhaltet Frühstück, Mittagessen und Abendessen, sowie Pausensnacks (frisches Obst und Gebäck, Wasser, Tee und Kaffee).

Besondere Diätwünsche (z.B. vegan, glutenfrei, laktosefrei) können wir auf Wunsch zu einem kleinen Aufpreis (5€/ Tag) erfüllen. Bitte tragen Sie Ihren Wunsch entsprechend bei der Anmeldung ein.

Wenn nichts anderes vereinbart ist, sind die üblichen Zeiten für Frühstück von 8.00 - 9.00 Uhr, Mittagessen 12.30 - 13.30 Uhr (sonntags 13.00 - 14.00 Uhr), Abendessen 18:30 - 19.30 Uhr.

Die untenstehenden Preise beziehen sich jeweils auf Unterkunft und Verpflegung für den gesamten Veranstaltungszeitraum.

Die Kategorie "Übernachtung außerhalb" beinhaltet die Vollpension inkl. Gästepauschale für die Infrastrukturnutzung. Eine Unterkunft muss selbständig außerhalb gebucht werden.

 

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Tag.Monat.Jahr (z.B. 23.03.1976)
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